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Geschichten, Funde, Wrackteile u. Restauration

- Haus Boelcke und Wever -

Ende 2021 begann der Abriss des Offizierskassinos und der dazu-gehörigen Offiziersunterkünfte des ehemaligen Fliegerhorstes Gießen. Der Eigentümer der Immobilie gestattete dem Verein einige historische Gebäudeteile zu sichern, damit diese im Flugzeugwrack-museum ausgestellt werden können. Dabei sind auch die handgeschmiedeten Balkongitter der Offiziersunterkünfte aus dem Haus Boelcke und Wever. Diese Häuser wurden nach dem bekannten Fliegerhelden aus dem ersten Weltkrieg "Oswald Boelcke" und dem ersten Generalstabschef der Luftwaffe "Walter Wever" benannt. Zur besseren Erkennung brachte man diese Namen auf den Balkongeländern über den Haupteingängen der beiden Offiziersunterkünfte an. Obwohl die amerikanischen Streitkräfte auch diesen Teil des Fliegerhorstes übernahmen, überlebten die Balkon-geländer die letzten Jahrzehnte unberührt an ihrem alten Standort. In Zukunft werden sie Teil der Ausstellung zum Fliegerhorst Gießen im Flugzeugwrackmuseum werden. 

- Ein unerwartetes Weihnachtsgeschenk -

Während Ackerarbeiten fand Herr Dieter Zimmer auf seinem Acker ein Stück Geschichte aus dem zweiten Weltkrieg und stellte sein Fundstück unserem Museum zur Verfügung. Für dieses Entgegenkommen möchten wir uns nochmals recht herzlich bedanken.

 

Bei dem Fundstück handelt es sich um den Überrest eines Propellerblattes von einer Me 109. Aufgrund des Fundortes konnte dieser Propellerstumpf einem Absturz zugeordnet werden.

 

Am 23.Dezember 1944 verunglückte der erst 21jährige Oberfähnrich Klaus Günther Felix Kusche  von der 8. Staffel des Jagdgeschwaders 2 nach dem Start tödlich. Seine Me 109 G-14 mit der Werknummer 464 168  stürzte kurz nach dem Start infolge von Motorproblemen ab und schlug auf einer Wiese  zwischen Borsdorf und dem Bahnhof Geiss-Nidda auf eine Wiese auf.  Der gebürtige Berliner verbrannte in den Trümmern seiner Maschine, wurde vom Flugplatzpersonal geborgen und mit militärischen Ehren auf dem Friedhof von Nidda beigesetzt. Dort befindet sich heute noch seine Grabstätte. 

- Die gebuckelte Katze -

Diese gebuckelte Katze aus Messing wurde uns zusammen mit vielen weiteren Teilen für das Flugzeugwrackmuseum überlassen. Diese Funde stammen vom ehemaligen Fliegerhorst der Luftwaffe Ettingshausen bei Grünberg und wurden vor Jahrzehnten gesammelt und aufbewahrt. Es gelang diese Katze als Staffelwappen der 11. Staffel der III. Gruppe des Jagdgeschwaders 2 zu identifizieren.  Doch wie kam nun diese Katze nach Ettingshausen? Wenn man sich die nachstehende Geschwadergeschichte des JG 2 anschaut, dann kann man gut nachvollziehen, welchen Weg diese Katze einst nahm.

 

 

Die III. Gruppe des Jagdgeschwaders 2  lag zu Beginn des Jahres 1944 in Cormeilles-en-Vexin. Ausgerüstet war die Gruppe mit der Focke-Wulf Fw 190 A. Nach dem Beginn der alliierten Invasion in der Normandie verlegte die Gruppe am 7. Juni 1944 nach Creil, um von hier aus in die Kämpfe in der Normandie eingreifen zu können. Nach schweren Kämpfen und erheblichen Verlusten wurde die Gruppe im August 1944 nach Königsberg, um hier aufgefrischt zu werden. Im Oktober 1944 verlegte die Gruppe dann nach Altenstadt, um in der Reichsluftverteidigung eingesetzt zu werden. Ende 1944 verlegte die Gruppe dann nach Ettinghausen.

 

Zu Beginn des Jahres 1945 lag die III. Gruppe des Jagdgeschwaders 2 in Ettinghausen, wo sie zur Reichsluftverteidigung eingesetzt wurde. Am 1. Januar 1945 nahm die Gruppe am Unternehmen "Bodenplatte", dem Angriff der deutschen Luftwaffe auf alliierte Fliegerhorste in Belgien und Nordfrankreich, teil. Ziel der Gruppe war der Platz Sint-Truiden. Die Gruppe hatte 40 einsatzbereite Maschinen, aber nur 28 einsatzbereite Piloten. Bei dem Einsatz verlor die Gruppe 19 Maschinen, drei wurden beschädigt. Neun Piloten wurden getötet, zwei verwundet und vier gerieten in Gefangenschaft.

 

Im März 1945 zog die III. Gruppe sich vom Platz Ettingshausen zurück und verlegte über Mitteldeutschland und Nordböhmen in das Gebiet östlich von München zurück, wo sie sich im Zuge der Kapitulation schließlich auflöste.

 

Vermutlich im Rahmen der vielen Angriffe auf den Fliegerhorst, oder beim Rückzug der Einheit wurde diese Katze aufgegeben und verschwand unter dem Laub des Waldes. Jahrzehnte später kommt sie wieder ans Tageslicht und wird nun zusammen mit weiteren Ausstellungsstücken zum Fliegerhorst Ettingshausen im Flugzeugwrack-museum gezeigt werden.

Wir freuen uns, Sie auf unserer Homepage begrüßen zu können. Informieren Sie sich auf unserer Internetpräsenz über unseren Verein und das Flugzeugwrackmuseum. Sie finden auf den verschiedenen Seiten Informationen rund um den Luftkrieg in den Landkreisen Gießen und Marburg. In unserem Museum stellen wir zum großen Teil Flugzeugwrackfunde aus der Zeit des zweiten Weltkrieges aus der näheren Umegebung aus. Vor Ort stehen Ihnen die Vereinmitglieder für persönliche Fragen und Auskünfte zum Luftkrieg in den Landkreisen Gießen und Marburg zu Verfügung. Wir freuen uns auf Ihren Besuch in unserem Museum und bedanken uns für Ihren Besuch auf dieser Website.

Unser Team ist jederzeit gerne für Sie da!

Wir freuen uns auf Sie!

 

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